Auslandsanteil am Konzernumsatz auf gut 27 Prozent gesteigert - 5,8 Prozent Umsatzwachstum auf dem heimischen Markt - EBITDA stieg um 17 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro - T-Mobile steigert Kundenzahl um 40 Prozent auf 67 Millionen - T-Systems betreut mehr als 1 500 Großkunden - T-Online steigert Kundenzahl um 35 Prozent auf rund 10,7 Millionen Kunden - Mit mehr als 20 Millionen ISDN-Kanälen weltweite Spitzenposition ausgebaut Das Geschäftsjahr 2001 stand für die Deutsche Telekom mit einem Umsatz-Zuwachs von 18 Prozent auf 48,3 Milliarden Euro erneut im Zeichen kräftiger Wachstumsraten. Zu dieser Entwicklung hat das Auslandsgeschäft überproportional beigetragen. Der internationale Umsatz wurde um mehr als 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr - von 7,8 auf 13,2 Milliarden Euro - gesteigert. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz hat sich damit von 19 auf gut 27 Prozent erhöht. Gegen den allgemeinen Trend konnte ebenfalls der Umsatz auf dem heimischen Markt um weitere 5,8 Prozent wachsen. Auch die operative Ertragskraft des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2001 weiter gesteigert worden: Das EBITDA - bereinigt um Sondereinflüsse - stieg um rund 17 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro. Insbesondere durch die nicht-cashwirksamen Abschreibungen als Folge der Investitionen in neue Wachstumsfelder in den vergangenen Jahren weist der Konzern für das Geschäftsjahr 2001 einen Konzernfehlbetrag von rund 3,5 Milliarden Euro aus. Deutlich positiv hat sich der operative Cash-flow entwickelt, hier konnte eine Steigerung von 25,7 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro verzeichnet werden.
"Ein Blick in die jüngere Vergangenheit unterstreicht die positive Entwicklung der Deutschen Telekom. In nur vier Jahren konnte unser Unternehmen den Umsatz von 34,5 Milliarden Euro auf 48,3 Milliarden Euro oder um rund 40 Prozent steigern. Diese Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll die Wachstumspotenziale des Konzerns", so Dr. Ron Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, während der Hauptversammlung in der Kölnarena am Dienstag.
T-Mobile: Starkes Wachstum auf allen Märkten T-Mobile hat den Umsatz um gut 40 Prozent steigern können. Dieses überaus starke Wachstum geht im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung von VoiceStream zurück. Ebenso positiv ist die Entwicklung der Kundenzahlen zu beurteilen: Unter Berücksichtigung aller Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen - wurde die Zahl der Mobilfunkkunden um rund 20 Millionen auf rund 67 Millionen oder um ca. 40 Prozent gesteigert. In Deutschland hat T-Mobile die Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr um rund vier Millionen gesteigert. Mit mehr als 23 Millionen Kunden hat T-Mobile Deutschland damit die Marktführerschaft weiter ausgebaut. Zu dieser Entwicklung hat das Tochterunternehmen VoiceStream überproportional beigetragen und das Jahr 2001 mit einem Rekordquartal abgeschlossen: Allein im vierten Quartal konnte der Kundenbestand um fast 670 000 Neukunden auf insgesamt sieben Millionen Kunden gesteigert werden. Damit konnte die Kundenzahl um 46 Prozent gesteigert werden. Im Jahr 2001 wurden bereits erste UMTS-Testnetze in München, Hannover, Wien und London aufgebaut und erfolgreiche Feldtests durchgeführt. In Deutschland werden bis zum Jahresende Netze in rund 20 Städten aufgebaut. Auch in Großbritannien und Österreich wird der Ausbau kontinuierlich erfolgen.
"Von der Mobilkommunikation gehen zurzeit die stärksten Wachstumsimpulse auf Umsatz und EBITDA im Telekom-Konzern aus. Das war im vergangenen Jahr so und wird sich im laufenden Geschäftsjahr noch verstärken", kommentiert Dr. Ron Sommer die Rolle der T-Mobile für den Gesamtkonzern.
T-Com: Mengenwachstum trotz leichtem Umsatzrückgang Mit T-DSL wurde im Jahr 2001 der Durchbruch zum Massenmarkt geschafft. T-Com konnte rund 1,6 Millionen neue Kunden gewinnen und die Zahl der vermarkteten Verträge auf insgesamt 2,2 Millionen zum Jahresende ausbauen. Auch die Nachfrage nach ISDN-Anschlüssen nahm weiter zu: Die Anzahl der ISDN-Kanäle konnte deutlich um 18 Prozent auf mehr als 20 Millionen erweitert werden. Damit wurde die weltweite Spitzenposition weiter ausgebaut. Der Umsatz aus Anschlussgebühren - einschließlich ISDN und T-DSL - konnte um sechs Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Dem Unternehmen ist es gelungen, den Marktanteil im Festnetzgeschäft auf dem hart umkämpften deutschen Markt über sieben Quartale stabil zu halten. Dazu haben mehr als neun Millionen Aktiv-Plus Kunden beigetragen.
"Unser Festnetz hat eine große Zukunft," so Dr. Ron Sommer in Köln. "Allein das Mengenwachstum, das wir verzeichnen, spricht für eine solche Einschätzung. Die Anschlusspreiserhöhung, die wir zum 1. Mai vollzogen haben, setzt auf der Umsatzseite deutliche Impulse - hieraus ergeben sich rund 250 Millionen Euro Mehreinnahmen jährlich."
T-Systems steigert Umsatz und baut Marktpräsenz weiter aus Seit Februar 2001 ist T-Systems als Konzernsäule in neuer Form auf dem Markt tätig. Rund 1 500 Großkunden aus den unterschiedlichsten Branchen betreut die Konzernsäule, die aus den verschiedensten Telekom-Tochtergesellschaften mit dem früheren debis-Systemhaus hervorgegangen ist. T-Systems hat im ersten Geschäftsjahr den Umsatz um rund 29 Prozent steigern können. Hier drückt sich ein starker Konsolidierungseffekt aus, der aus der Akquisition des debis-Systemhauses resultiert. Bereinigt um diesen Effekt, weist T-Systems im Geschäftsjahr 2001 ein Wachstum von mehr als sieben Prozent auf.
T-Online überzeugt durch Wachstum und steigende Profitabilität Mit einer Steigerung der Kundenzahl um rund 35 Prozent auf rund 10,7 Millionen hat die T-Online Gruppe das Geschäftsjahr 2001 abgeschlossen. Noch deutlicher wurde die Nutzungsintensität gesteigert: die Zahl der Verbindungsminuten erhöhte sich um 84 Prozent. Diese Entwicklungen schlagen sich auch in Umsatzsteigerungen nieder. Der gesamte Gruppenumsatz lag um 28,5 Prozent über dem des Vorjahres und betrug gut 1,4 Milliarden Euro. Auch der EBITDA-Verlust konnte von Quartal zu Quartal verringert werden. Im dritten Quartal 2001 wurde für das Deutschland-Geschäft erstmals wieder ein positives EBITDA geschrieben. 2002, ein Jahr früher als geplant, kann für den T-Online Konzern als Ganzes, das heißt einschließlich der ausländischen Tochtergesellschaften, ein positives EBITDA erwartet werden.
Erstes Quartal 2002: positive operative Entwicklung fortgesetzt Der Konzernumsatz wurde gegenüber dem Vorjahresquartal um 15 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro gesteigert. Hierzu hat die Konsolidierung von VoiceStream einen starken Beitrag geleistet, da die Gesellschaft im Abschluss des ersten Quartals 2001 noch nicht zum Konsolidierungskreis gehörte. Der Auslandsumsatz stieg von 2,3 Milliarden auf 4,3 Milliarden Euro - das entspricht einem Zuwachs von 86 Prozent.
Das EBITDA stieg auf Konzernbasis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. T-Mobile hat das EBITDA verdoppelt, was neben der Einbeziehung von VoiceStream auch auf Umsatzsteigerungen und Kosteneinsparungen zurückging. T-Systems steigerte das EBITDA um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EBITDA von T-Online war erstmals seit Juni 2000 wieder positiv. Im Segment T-Com war das EBITDA dagegen leicht rückläufig.
Auch die Kundenentwicklung verlief weiterhin positiv: So konnte die T-Mobile in den Mehrheitsbeteiligungen in Deutschland, den USA, Großbritannien, Österreich und der Tschechischen Republik die Kundenzahl gegenüber dem ersten Quartal 2001 um rund 45 Prozent steigern. In den Minderheitsbeteiligungen in Polen, Russland und den Niederlanden sogar um 51 Prozent. Auch in der T-Online Gruppe wurden die Kundenzahlen im ersten Quartal um mehr als eine halbe Million Neukunden gesteigert. Die Zahl der ISDN-Kanäle erhöhte sich um 13,4 Prozent auf gut 21 Millionen. Die Zahl der vermarkteten T-DSL Anschlüsse wurde gegenüber dem Vorjahresquartal um das 2,5-fache auf 2,4 Millionen Anschlüsse gesteigert.