Deutsche Telekom erzielt durch Immobilienverkäufe deutliche Erfolge beim Schuldenabbau

Gesamterlöse in Höhe von 1,7 Milliarden Euro aus Immobilienverkäufen im Jahr 2002 - Ausgliederung der Immobilienaktivitäten leistet wesentlichen Beitrag zum Schuldenabbau des Telekom Konzerns Die Deutsche Telekom AG erzielte im laufenden Jahr Erlöse in Höhe von insgesamt 1,7 Milliarden Euro aus der Veräußerung konzerneigener Immobilien. Bereits im vergangenen Jahr konnten durch Immobilienverkäufe 0,7 Milliarden Euro monetarisiert werden. Die bisherigen Gesamterlöse aus der Immobilienverwertung in Höhe von 2,4 Milliarden Euro stellen damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten und der Zinsbelastung des Telekom-Konzerns dar. Im vierten Quartal 2002 konnten Immobilienverkäufe im Gesamtvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro abgeschlossen werden.

"Die Deutsche Telekom konzentriert sich im Rahmen ihrer Vier-Säulen-Strategie auf das Kerngeschäft in wesentlichen Wachstumssegmenten des Telekommunikationsmarktes und hat daher die Vermarktung der Immobilienaktivitäten des Konzerns ausgegliedert. Wie die guten Ergebnisse des zweiten Geschäftsjahres von Sireo zeigen, geht diese Strategie auf. Mit der beschriebenen Monetarisierung des Immobilienvermögens leistet die Beteiligungsgesellschaft der Telekom einen wichtigen Beitrag zu unserem Ziel, Kosten zu reduzieren und Verbindlichkeiten abzubauen", erklärt Dr. Karl-Gerhard Eick, Finanzvorstand der Deutschen Telekom AG.

Zur Realisierung dieser Erlöse wurden unterschiedliche Wege genutzt. Die mit der systematischen Entwicklung des Telekom Immobilienportfolios beauftragte Sireo Real Estate Asset Managment GmbH - eine Telekom Beteiligungsgesellschaft - erlöste aus Einzelverkäufen von Immobilienobjekten knapp 1 Milliarde Euro. Weitere rund 750 Millionen Euro wurden durch die Veräußerung von Teilportfolios, also die Bündelung von Telekom Immobilien an überwiegend großstädtischen Standorten, erwirtschaftet. Hierbei wurden auch strukturierte Fondskonstruktionen entwickelt und eingesetzt. Der "Sireo Immobilienfonds No. 1" wurde mit einem Volumen von 525 Millionen Euro bei Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen platziert. Bei der Realisierung der Immobilien-Transaktionen arbeitete Sireo mit namhaften Partnern zusammen. Die Platzierung der Immobilienfonds wurde durch die Stadtsparkasse Köln begleitet, die Hypothekenbank in Essen AG hat das Leverage-Debt-Financing für den Fonds arrangiert.

Die Immobilien-Transaktionen sind wichtige Schritte der Deutschen Telekom auf ihrem Weg, die Netto-Finanzverbindlichkeiten bis zum Jahresende 2003 deutlich zu reduzieren. Das Ziel lautet, die Netto-Finanzverbindlichkeiten, ausgehend von einem Stand am 30. September 2002 von rund 64 Milliarden Euro, auf rund das Dreifache des für das kommende Jahr erwartete EBITDA des Konzerns von zwischen 16,7 Milliarden Euro und 17,7 Milliarden Euro zu verringern.

In den vergangenen Wochen hat die Deutsche Telekom über die genannten Immobilien-Transaktionen hinaus Verkäufe abgeschlossen, die mit einem Gesamt-Volumen von mehr als 1,2 Milliarden Euro zur Reduzierung des Schuldenstandes beitragen. Der Verkauf eines Anteils von gut 10 Prozent der Beteiligung an der T-Online International an institutionelle Investoren weltweit erzielte einen Transaktionswert von rund 730 Millionen Euro. Der Verkauf der 10,87prozentigen Beteiligung an dem Satellitenbetreiber EUTELSAT S.A. erbrachte einen Transaktionswert von rund 210 Millionen Euro. Für den Verkauf der 16,3prozentigen Beteiligung an der ukrainischen Mobilfunkgesellschaft UMC an die russische MTS wurde ein Verkaufspreis von 55 Millionen Dollar vereinbart. Darüber hinaus hat die Tochtergesellschaft T-Systems International im Rahmen einer Asset Backed Securities Transaktion Forderungen gegenüber Kunden im Volumen von rund 273 Millionen Euro abgegeben.

Über die Sireo Real Estate Asset Management GmbH: Die Sireo Real Estate Asset Management GmbH wurde im April 2001 als Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom AG, Bonn (51 Prozent), der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley (24,5 Prozent) und der Corpus-Immobiliengruppe, Köln (24,5 Prozent) am Finanzplatz Frankfurt/Main gegründet. Sie erhielt vom Hauptgesellschafter Deutsche Telekom den Auftrag, das Immobilienvermögen des Konzerns zu steuern, zu monetarisieren und dessen immobilienbezogene Kosten zu reduzieren. Im Sinne der Immobilienstrategie der Deutschen Telekom bearbeitet Sireo alle immobilienrelevanten Belange des Konzerns und vermarktet die Liegenschaftsbestände an Investoren.