Deutsche Telekom bekräftigt Willen zum Wandel

  • Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ hat Weichen für den Erfolg gestellt
  • Dividende von 0,72 Euro vorgeschlagen
  • Personalumbau sichert Arbeitsplätze und Handlungsspielraum des Konzerns
  • Vorstand will auf Gehalt verzichten
  • Verkauf von Einheiten außerhalb des Kerngeschäfts im dreistelligen Millionenbereich

Der Weg des erforderlichen Wandels ist angesichts des scharfen Wettbewerbs vor allem im Heimatmarkt für die Deutsche Telekom noch nicht zu Ende: „Wir werden den Konzern weiter reformieren müssen, um Erfolg zu haben“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, René Obermann, während der Hauptversammlung des Unternehmens in Köln. Mit der vom Vorstand eingeschlagenen Strategie, die unter dem Motto „Konzentrieren und gezielt wachsen“ steht, sieht Obermann das Unternehmen auf dem richtigen Weg. „Wir wollen uns durch den Einsatz effizienter Technologien im Festnetz und im Mobilfunkbereich als führender Breitbandanbieter positionieren“, so der Vorstandsvorsitzende.

Rückblick und Dividende 2006 Im Rückblick auf 2006 bewertete René Obermann das abgelaufene Geschäftsjahr als schwierig: „Der Wettbewerb hat im Jahresverlauf insbesondere bei den Preisen im Festnetzgeschäft eine Intensität erreicht, die auch Branchenexperten so nicht vorhergesehen hatten.“ Angesichts eines bereinigten Konzernüberschusses von 3,9 Milliarden Euro ist die Deutsche Telekom in der Lage, an der ursprünglichen Dividendenplanung von 0,72 Euro je Aktie festzuhalten. „Nicht nur die Mitarbeiter, auch der Kapitalmarkt hat Forderungen an uns, denen wir gerecht werden müssen. Am Kapitalmarkt müssen wir uns mit den Renditeperspektiven anderer Unternehmen unserer Branche vergleichen lassen“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Personalumbau unternehmerisch und verantwortungsvoll gestalten Bezogen auf den aktuellen Umbau des Konzerns unterstrich Obermann, dass die Beschäftigten in den vergangenen Jahren großen Einsatz gezeigt haben. Sie hätten damit einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Deutschen Telekom von einer Behörde zu einem marktwirtschaftlichen Unternehmen geleistet. Der Vorstand ist sich seiner besonderen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bewusst und will deshalb mit den aktuell diskutierten neuen Servicegesellschaften einen Weg einschlagen, der Arbeitsplätze im Konzern erhält und Produktivitätsnachteile ausgleicht: „Viele Unternehmen würden angesichts solcher Zahlen, die entsprechenden Betriebszweige schließen und verlagern. Das wollen wir nicht: Unser Ziel ist es, diese Arbeitsplätze im Konzern Deutsche Telekom wirtschaftlicher zu machen und möglichst zu erhalten.“ Die Mitglieder des Vorstands der Deutschen Telekom haben sich zudem dazu entschlossen, auf jeweils ein Monatsgehalt zu verzichten. René Obermann als Vorstandsvorsitzender verzichtet auf zwei Monatsgehälter. „Wir sind uns der schwierigen Lage in Bezug auf unsere Mitarbeiter sehr bewusst und wollen unsere Solidarität zum Ausdruck bringen“, so Obermann.

Ausblick: Den Konzern gestärkt in die Zukunft führen Trotz der aktuellen Herausforderungen auf den Märkten sei die Deutsche Telekom ein starkes Unternehmen und wolle dies auch bleiben. „Wir werden hart darum kämpfen müssen, unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit auch wirtschaftliche Arbeitsplätze im Konzern zu sichern“, unterstrich René Obermann vor den Aktionären. Der Konzern sei entschlossen, sich im Inland als Marktführer zu behaupten und sich im Auslandsgeschäft im Mobilfunk weiter zu entwickeln, um insgesamt die Wirtschaftlichkeit und die Kapitalrendite zu verbessern. Konkret hat der Vorstand mit der Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ vier zentrale Handlungsfelder definiert:

  • Angesichts der großen Bedeutung des Heimatmarktes soll die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland deutlich verbessert werden. Deutschland ist nach wie vor der Kernmarkt mit mehr als 50 Prozent Umsatzanteil.
  • Im Ausland will der Konzern schwerpunktmäßig durch das Mobilfunkgeschäft wachsen.
  • Außerdem will die Deutsche Telekom die Trends Mobiles Internet und Web 2.0 für neues Wachstum nutzen. Die Mobilisierung des Internets wird zu einem wichtigen Wachstumstreiber.
  • Im Geschäftskundensegment sucht der Konzern einen starken Partner, um das Geschäft durch eine breitere internationale Präsenz und Größenvorteile erfolgreicher zu machen.

Verkauf von Nicht-Kerngeschäft: Erste Transaktionen realisiert

Darüber hinaus hat die Deutsche Telekom damit begonnen, Bereiche außerhalb des strategischen Kerngeschäfts zu veräußern, sofern sich attraktive Chancen am Markt bieten. Bei Teilen des Immobiliengeschäfts und Gesellschaften im Ausland wie beispielsweise Club Internet in Frankreich ist dieser Prozess bereits fortgeschritten, in anderen Bereichen prüft die Deutsche Telekom noch Veräußerungsmöglichkeiten.

Mit der französischen Neuf Cegetel führt die Deutsche Telekom exklusive Gespräche über den Erwerb von Club Internet. Diese Transaktion soll im ersten Halbjahr 2007 abgeschlossen werden. Für die Beteiligung an der Immobilien-Vermarktungsgesellschaft Sireo ist unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung ein Verkauf an den bisherigen Partner vereinbart worden. Aus dem Immobilien-Portfolio des Konzerns heraus hat die Deutsche Telekom zwei Transaktionen mit rund 260.000 Quadratmetern und rund 80.000 Quadratmetern vertraglich vereinbart. Ein entsprechender Mittelzufluss wird seit Jahresbeginn realisiert. Für die genannten Transaktionen, inklusive Club Internet auf Basis des aktuellen Verhandlungsstands, errechnet sich ein Volumen im oberen dreistelligen Millionenbereich.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter „erwarten“, „davon ausgehen“, „annehmen“, „beabsichtigen“, „einschätzen“, „anstreben“, „zum Ziel setzen“, „planen“, „werden“, „erstreben“ und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören unter anderem auch die Faktoren, die in den Abschnitten „Forward-Looking Statements“ und „Risk Factors“ des bei der U.S. Securities and Exchange Commission auf Form 20-F eingereichten Berichts des Unternehmens beschrieben sind. Zu den relevanten Faktoren zählen auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften von Unternehmenszusammenschlüssen sowie Initiativen zur Kosteneinsparung. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom Non-GAAP-Kennzahlen vor, zum Beispiel EBITDA, EBITDA-Marge, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge, bereinigtes EBIT, bereinigter Konzernüberschuss, Free Cash-Flow sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Non-GAAP-Kennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zu Grunde. Weitere Informationen zur Erläuterung dieser Begriffe finden sich im Kapitel „Überleitung zu Pro-forma-Kennzahlen“ das auf der Website der Deutschen Telekom (www.telekom.de) unter „Investor Relations“ eingestellt ist.