Deutsche Telekom erwirbt Orange Netherlands

  • Deutsche Telekom AG setzt Strategie "Konzentrieren und gezielt wachsen" konsequent um und stärkt Position im holländischen Markt
  • Zahl der T-Mobile- Kunden in den Niederlanden steigt um mehr als 2,1 Mio. auf derzeit 4,8 Mio
  • Kaufpreis rund 1,3 Mrd. Euro, ohne Schulden (cash/debt free)
  • Synergien mit einem Net Present Value von insgesamt 1 Mrd. Euro (inklusive Umstrukturierungsaufwand)

T-Mobile Netherlands, eine Konzerngesellschaft der Deutschen Telekom AG, hat mit France Télécom einen Vertrag über die Übernahme des niederländischen Telekommunikationsanbieters Orange Netherlands abgeschlossen. Die Vertragsparteien vereinbarten einen Kaufpreis von ca. 1,3 Mrd. Euro ohne Schulden (cash/debt free). Der Betriebsrat der Orange Netherlands wurde entsprechend dem niederländischen Recht im Rahmen des Verkaufsprozesses informiert und beteiligt. Die Europäische Kommission hat bereits der Übernahme von Orange Netherlands durch die Deutsche Telekom AG zugestimmt. Das Closing der Transaktion ist für den 1. Oktober 2007 vorgesehen.

Die Deutsche Telekom AG geht davon aus, dass sich aus dieser Geschäftsverbindung Synergieeffekte mit einem Net Present Value (NPV) von insgesamt rund 1 Mrd. Euro erwirtschaften lassen, von denen ca. die Hälfte auf die ersten sechs Jahre entfällt, hauptsächlich aus der Netzintegration und reduzierten Marketingaufwendungen.

René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, stellte hierzu fest: „Wir befinden uns bei der Umsetzung unserer Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ auf einem guten Weg. Wir haben uns "Wachstum im Ausland durch Mobilfunk“ vorgenommen und setzen dies nun mit dem Kauf von Orange Netherlands konsequent um. Damit sind wir also klar auch expansiv unterwegs."

Mit T-Mobile und Orange Netherlands schließen sich zwei erfolgreiche Telekommunikationsunternehmen zusammen, mit insgesamt 4,6 Mio. Mobilfunk-Kunden im Geschäftsjahr 2006. Aktuell liegt die Zahl der Kunden bei rund 4,8 Mio. für beide Gesellschaften zusammen. Die Deutsche Telekom AG stärkt mit dem Erwerb ihre Position im wettbewerbsintensiven holländischen Markt. T-Mobile Netherlands ist mit einem Umsatz von 1,1 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2006 drittgrößter Mobilfunkanbieter in den Niederlanden. Orange Netherlands ist der viertgrößte Mobilfunkbetreiber in den Niederlanden mit über 2,0 Mio. Kunden im Geschäftsjahr 2006. Das Unternehmen erreichte im vergangenen Jahr insgesamt einen Umsatz von rund 0,6 Mrd. Euro. Für das Geschäftsjahr 2007 wird für das Mobilfunkgeschäft der Orange Netherlands ein EBITDA in der Größenordnung von 120 Mio. Euro erwartet. Darüber hinaus betreibt Orange Netherlands auch ein Breitband-Geschäft mit rund 554.000 Kunden im Geschäftsjahr 2006. Der Erwerb der Orange Netherlands hat keinen signifikanten Einfluss auf das Verhältnis zwischen Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA der Deutschen Telekom AG, das für das Geschäftsjahr 2006 bei einem Verhältnis von 2 zu 1 lag.

T-Mobile Netherlands wird nach Abschluss der Transaktion mit Hochdruck die Zusammenführung der beiden Unternehmen vorantreiben, um erfolgreich zum weiteren Wachstum der Deutschen Telekom AG im Ausland beizutragen.

Factsheet zum Erwerb der Orange Netherlands (pro forma):

1. Kombinierte Gesellschaft aus T-Mobile NL und Orange Mobile NL

  • Mobilfunk-Kunden (Stand: 31. Dezember 2006): 4,6 Mio. davon T-Mobile Netherlands: 2,6 Mio. Kunden davon Orange Netherlands: 2,0 Mio. Kunden 550 000 Kunden Orange Broadband
  • Marktanteil nach Anzahl SIM-Karten (Stand: 31. Dezember 2006): rund 27 Prozent davon T-Mobile Netherlands: rund 15 Prozent davon Orange Netherlands: rund 12 Prozent
  • Umsatz (GJ 2006): 1.759 Mio. Euro davon T-Mobile Netherlands: 1.138 Mio. Euro davon Orange Netherlands: 621 Mio. Euro

2. Kaufpreis angemessen

  • Kaufpreis ca. 1,3 Mrd. Euro, ohne Schulden (cash/debt free)
  • Synergien mit einem Net Present Value (NPV) von insgesamt rund 1 Mrd. Euro (inklusive Umstrukturierungsaufwand) erwartet

3. Hintergrund zu Orange NL Orange Mobile:

  • Seit 1999 Betrieb eines Mobilfunknetzes im 1,800/900 MHz Bereich unter dem Namen Dutchtone
  • 2003 Rebranding des Unternehmens in Orange
  • Ende 2006 Markteinführung der Orange UMTS-Dienste
  • Kerngeschäft des Unternehmen sind der Aufbau eines Mobilfunknetzes und die Bereitstellung von Mobilfunkdiensten für Kunden

Orange Broadband:

  • 1994: Aufnahme der Geschäftstätigkeit im holländischen Markt mit Gründung des EruoNet Internet
  • 1998 übernommen von France Télécom
  • 1999: Rebranding des Unternehmens in Wanadoo
  • 2006: Rebranding von Wanadoo in Orange
  • Kerngeschäft ist die Bereitstelllung von Breitbanddienste einschließlich High-Speed-Internet und Voice over IP (Voip). Über sein eigenes Backbone-Netz bietet das Unternehmen eine vollständig entbündelte ADSL-Anschlussversorgung an
  • Mit insgesamt über 0,6 Mio. Teilnehmern derzeit die Nr. 4 bei den Breitbanddienstanbietern und Nr. 2 bei den ADSL-Anbietern in den Niederlanden

Der Mobilfunkmarkt in den Niederlanden 2006

  • 16,6 Mio.Einwohner
  • Mehr als 103 % Marktpenetration
  • 4 Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz: KPN, Vodafone NL, T-Mobile NL, Orange NL
  • mehr als 50 Mobilfunkanbieter ohne eigenes Netz (MVNO/SP)

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom und der T-Mobile hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch die Faktoren, die in den Abschnitten "Forward-Looking Statements" und "Risk Factors" des von der Deutschen Telekom auf Form 20-F bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereichten Berichte beschrieben sind. Zu den relevanten Faktoren zählen auch die Auswirkungen bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften von Unternehmenszusammenschlüssen sowie Initiativen zur Kosteneinsparung, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.