In schwierigem konjunkturellen Umfeld verzeichnete die Deutsche Telekom im ersten Quartal 2009 bei erstmaliger Einbeziehung der griechischen OTE Zuwächse bei Umsatz und bereinigtem EBITDA. Auf Basis des bisherigen Konsolidierungskreises blieb der Umsatz nahezu stabil, das bereinigte EBITDA war rückläufig. Leicht über den Erwartungen lag die Deutsche Telekom insgesamt mit der Geschäftsentwicklung in Deutschland, wo T-Home den höchsten Marktanteil im DSL-Neukundengeschäft seit 2005 erreichte und T-Mobile Deutschland Umsatz und Ergebnis weiter stabilisieren konnte. Darüber hinaus steigerte T-Systems ihren Ergebnisbeitrag. Dagegen spürte der Konzern die starke Konjunkturabkühlung und ein verschärftes Wettbewerbsumfeld in den USA. In Großbritannien und Polen wirkten sich zusätzlich drastische Wechselkursveränderungen aus. In diesem schwierigen Umfeld geht die Deutsche Telekom ohne Berücksichtigung des Wachstumseffektes durch OTE für das Gesamtjahr von einem um zwei bis vier Prozent niedrigeren bereinigten Konzern-EBITDA aus nach 19,5 Mrd. € im Vorjahr. Durch frühzeitig eingeleitete Maßnahmen soll der Free Cash Flow rund 6,4 Mrd. Euro erreichen und damit eine der Grundlagen für eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik bilden. Finanzvorstand Timotheus Höttges sagte dazu: "Wir stehen gerade in schwierigen Zeiten für eine schnelle, umfassende und klare Kommunikation. Daher haben wir uns jetzt entschieden, die Aktionäre frühestmöglich zu informieren." In den USA ging der Monatsumsatz je Kunde unter anderem durch geringere Roaming-Entgelte als Folge schwächerer Reisetätigkeit zurück. Demgegenüber führten der Rollout des 3G-Netzes und gestiegene Aufwendungen für das Neukundengeschäft und die Kundenbindung zu deutlichen Kostensteigerungen. Die polnische PTC litt stark unter dem Einbruch der heimischen Zloty, der gegenüber Vorjahr rund 26 Prozent gegenüber dem Euro an Wert verlor. Im operativen Geschäft stiegen zudem die Ausgaben für die Kundengewinnung deutlich. T-Mobile UK verzeichnete erhebliche Umsatzrückgänge durch die Pfund-Abwertung von rund 21 Prozent. Darüber hinaus wirkten auch hier konjunkturelle Effekte negativ auf den Monatsumsatz je Kunde. Die gestiegenen Kundenzahlen belasteten zudem das 1. Quartal mit höheren Kundengewinnungskosten. Für die T-Mobile UK hat die Deutsche Telekom einen außerplanmäßigen Impairment-Test angesetzt. Auch unter Berücksichtigung von im Jahresverlauf geplanten Ergebnisverbesserungen geht der Vorstand davon aus, dass sich ein Wertberichtigungsbedarf auf den Goodwill der T-Mobile UK ergeben wird. Dieser wird jedoch als Sondereinfluss ausgewiesen, betrifft darüber hinaus nicht das EBITDA und führt nicht zu einem Cash-Abfluss. Die neuen Erwartungen basieren auf der Annahme, dass sich das wirtschaftliche Umfeld nicht weiter deutlich verschlechtert und die Wechselkurse etwa auf dem aktuellen Stand verbleiben. Die folgenden Angaben beruhen noch auf vorläufigen Berechnungen vor abschließender Konsolidierung und prüferischer Durchsicht. Es können sich daher Abweichungen zu den am 7. Mai vorzulegenden endgültigen Quartalszahlen ergeben. Konzernumsatz steigt durch OTE um sechs Prozent Einschließlich der seit Anfang Februar 2009 erstmals konsolidierten OTE wuchs der Konzernumsatz um sechs Prozent auf 15,9 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA stieg um 3 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro. Ohne Einbeziehung von OTE blieb der Konzernumsatz in den ersten drei Monaten 2009 stabil bei rund 15,0 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA verringerte sich um fünf Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Marktanteil bei DSL-Neukunden weiter erhöht In Deutschland konnte T-Home die starke Entwicklung der vergangenen zwei Jahre im ersten Quartal 2009 fortsetzen mit einem Neukundenmarktanteil von rund 53 Prozent und netto rund 390.000 neuen Retail-Kunden. Das war der höchste Marktanteil seit 2005. Einschließlich OTE erreichte der Konzern im Festnetzgeschäft ein ausgewiesenes Umsatzplus von vier Prozent auf 5,9 Mrd. Euro. Deutlich besser verlief die Entwicklung des bereinigten EBITDA, das im ersten Quartal um sechs Prozent auf 2,0 Mrd. Euro stieg. Ohne OTE ging der Umsatz im Festnetzgeschäft um sechs Prozent auf 5,3 Mrd. Euro zurück. Der Rückgang des bereinigten EBITDA lag dank konsequenter Kostenoptimierung mit drei Prozent auf 1,8 Mrd. Euro niedriger als das Umsatzminus. Im Inland verzeichnete die T-Home einen Rückgang der Umsatzerlöse um 6 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro. Die Entwicklung des bereinigten EBITDA verlief mit minus drei Prozent auf 1,6 Mrd. Euro ebenfalls besser als beim Umsatz. T-Mobile Deutschland steigert Service-Umsätze Im deutschen Mobilfunkgeschäft ist die Nutzung der Kunden, abzulesen an den durchschnittlichen Telefonminuten je Kunde im Monat, weiter gestiegen. Das trug dazu bei, dass im ersten Quartal die Service Umsätze um ein Prozent gewachsen sind. Der Gesamt-Umsatz stabilisierte sich weiter mit minus ein Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Im ersten Quartal 2008 hatte der Rückgang des Gesamtumsatzes gegenüber der Vergleichszeit noch bei drei Prozent gelegen. Ähnlich verlief die Entwicklung des bereinigten EBITDA, das sich mit minus 1 Prozent bei 0,7 Mrd. Euro ebenfalls stabilisierte. T-Systems legt beim Auslandsumsatz zu T-Systems verzeichnete beim bereinigten EBITDA mit einem Plus von vier Prozent auf 0,2 Mrd. Euro eine positive Entwicklung, die in der Verdoppelung des bereinigten EBIT noch stärker zum Ausdruck kommt. Der Umsatz ist im ersten Quartal um vier Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert auf 2,1 Mrd. Euro zurückgegangen. Dies geht vor allem auf das konzerninterne Geschäft zurück. Die internationalen Umsatzerlöse konnten weiter um sechs Prozent im Quartalsvergleich gesteigert werden. Dies auch dank neu gewonnener Großkunden. Wechselkurseffekte belasten europäisches Mobilfunk-Geschäft Im europäischen Mobilfunk-Geschäft insgesamt stieg der Umsatz im ersten Quartal um zwei Prozent auf 5,1 Mrd. Euro. Die Entwicklung des bereinigten EBITDA verlief dagegen unterhalb des Umsatzes und unterhalb der Erwartung mit einem Rückgang um neun Prozent auf 1,6 Mrd. Euro. Ohne die Erstkonsolidierung der OTE-Gruppe für zwei Monate im laufenden Jahr verringerte sich der Umsatz um acht Prozent beziehungsweise rund 0,4 Mrd. Euro auf 4,6 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA sank um 18 Prozent beziehungsweise rund 0,3 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro. Dabei wirkten sich die Veränderungen der Wechselkurse mit rund 0,3 Mrd. Euro negativ auf den Umsatz aus und mit rund 0,1 Mrd. Euro auf das bereinigte EBITDA. Diese Abschwächung geht insbesondere auf die Entwicklung der Währungen in Polen und Großbritannien zurück. Kostenanstieg durch erfolgreiche Neukundengewinnung Im operativen Geschäft haben T-Mobile UK und die polnische PTC die Neukunden-Gewinnung erfolgreich fortgesetzt: T-Mobile UK erreichte netto 53.000 neue Vertragskunden (im Vorjahresquartal minus 19.000) in Polen kamen netto 198.000 neue Vertragskunden (im Vorjahr 190.000) hinzu. Dies führte andererseits auch zu einem Kostenanstieg, dem im abgelaufenen Quartal noch keine entsprechenden Umsätze gegenüberstanden. Darüber hinaus spielten in beiden Ländern beispielsweise deutlich reduzierte Roaming- und Visitoren-Umsätze eine Rolle, die sich infolge konjunkturell bedingt geringerer Reisetätigkeit ergaben. Rezession belastet Umsatz in USA In den USA stieg der Umsatz der T-Mobile USA um 20 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro, das bereinigte EBITDA legte um zehn Prozent auf 1,1 Mrd. Euro zu. Dabei wird die operative Entwicklung deutlich durch eine Stärkung des US-Dollar gegenüber dem Euro positiv überzeichnet/überlagert: Auf Dollar Basis lag der Umsatzanstieg bei vier Prozent, das bereinigte EBITDA ging um rund vier Prozent zurück. Hierbei spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. So haben sich beispielsweise im Vertragskundensegment die monatlichen Telefonminuten im ersten Quartal um acht Prozent verringert. Zudem haben sich die eingenommenen Roaming-Entgelte reduziert. Das hat erheblich dazu beigetragen, dass sich der Umsatz je Vertragskunde im Vergleich zum Vorjahresquartal um drei Dollar auf 53 Dollar verringerte. Hinzu trat die Veränderung im Kundenmix der T-Mobile über die vergangenen Quartale. Der Prepay-Anteil lag im ersten Quartal 2009 bei rund 60 Prozent bei einer Gesamtzahl an Netto-Neukunden von 415.000, verglichen mit rund 25 Prozent bezogen auf 981.000 Netto-Neukunden im Vergleichsquartal 2008. Zusätzlich haben die aus dem 3G-Ausbau im ersten Quartal 2009 resultierenden Vorlauf-Kosten zum Ergebnisrückgang beigetragen. Der Absatz von allein mehr als eine Million G1-Geräten seit Markteinführung im Oktober 2008 und insgesamt mehr als 1,5 Mio. 3G-fähigen Mobilfunkgeräten in den USA zeigt jedoch deutlich, dass die Kunden Produkte und Services auf Basis dieser höheren Bandbreiten nachfragen und entsprechende Geräte und Dienste-Angebote ein wichtiges Argument im Wettbewerb sind. Daher wird T-Mobile USA im laufenden Jahr die Zahl der mit 3G-Netzwerk abgedeckten POPs von 107 Mio. auf 205 Mio. ausweiten. Erste Erfolge zeigt die im Februar 2009 eingeführte Kampagne, mit der T-Mobile USA den Churn als Folge auslaufender zwei Jahres-Verträge angeht. Die Churn-Rate bei Contract Kunden konnte in den ersten drei Monaten gegenüber dem vierten Quartal 2008 von 2,4 auf 2,3 Prozent reduziert werden. Um diesen Herausforderungen in USA, Polen und Großbritannien zu begegnen, hat der Vorstand ein umfassendes Maßnahmenpaket verabschiedet. In den USA wird durch den Ausbau des 3G-Netzes auf mehr als 200 PoP’s bis zum Jahresende und die Ausweitung des Portfolios von 3G-fähigen Mobilfunkgeräten die Attraktivität des Diensteangebotes erhöht. So wird noch in dieser Woche die 3G-Version des T-Mobile Sidekick in den USA gelauncht. Darüber hinaus weitet T-Mobile USA das Vertriebsnetz unter der eigenen Marke deutlich aus. Das bereits im ersten Quartal gestartete Programm zur Stärkung der Kundenbindung im Contract-Bereich wird durch Initiativen zur Erhöhung der Service-Qualität ergänzt. T-Mobile USA unterstreicht damit seinen Anspruch und die Positionierung als der Anbieter mit dem wertmäßig besten Angebot für die Kunden in den USA. Ein klares Zeichen dafür ist die erneute Auszeichnung für die beste Service-Qualität durch J.D. Powers. Für die T-Mobile UK sind verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen insbesondere in der Verwaltung, der Werbung und der Technik vorgesehen. Für ein neues Management-Team ist vor allem der strikte Fokus auf die Re-Positionierung der Gesellschaft in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld die Hauptaufgabe. Unter anderem wird der Fokus darauf liegen, das beste 3G-Netz in Großbritannien stärker in operativen Erfolg umzusetzen. Zusätzlich sollen die Prepay- und Vertragskunden-Angebote weiter verbessert werden, beispielsweise durch ausgeweitete SIM-only-Angebote. In Polen werden die Aufwendungen für die Neukundengewinnung und die Kundenbindung reduziert. Zusätzlich wird die PTC übergreifende Kostenarten wie Werbung und Personalaufwendungen reduzieren. Die zeitliche Verteilung von operativen Kosten und Investitionen wird enger an den Geschäftsverlauf angepasst, um in den kommenden Quartalen Phasen hoher vorlaufender Kosten zu vermeiden.
Diese Pressemitteilung enthält im Ausblick zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollte ihnen nicht zu viel Gewicht beigemessen werden. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören unter anderem auch die Faktoren, die in den Abschnitten "Forward-Looking Statements" und "Risk Factors" des bei der U.S. Securities and Exchange Commission auf Form 20-F eingereichten Geschäftsberichts des Unternehmens beschrieben sind. Zu den relevanten Faktoren zählen auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen und Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Weitere mögliche Faktoren, welche die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind regulatorische Entscheidungen, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Des Weiteren können ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen in den Wechselkursen und Zinssätzen ebenfalls einen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung und die Verfügbarkeit von Kapital unter vorteilhaften Bedingungen haben. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann nicht garantieren, dass ihre Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Die Deutsche Telekom führt keine Überleitung der bereinigten EBITDA-Guidance zu GAAP-Kennzahlen durch, da dies einen unangemessenen Aufwand bedeuten würde. Die Deutsche Telekom macht grundsätzlich keine Vorhersagen zu den tatsächlichen Auswirkungen zukünftiger Sondereinflüsse auf Grund deren Unsicherheit. Sondereinflüsse und Zinsen, Steuern und Abschreibungen (einschließlich Verlusten aus Wertminderungen) können sich erheblich auf das Ergebnis der Deutschen Telekom auswirken. Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom Pro-forma-Kennzahlen vor, einschließlich EBITDA, EBITDA-Marge, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge, bereinigtes EBT, bereinigter Konzernüberschuss, Free Cash-Flow sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Pro-forma-Kennzahlen, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind, unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zu Grunde. Weitere Informationen zur Erläuterung dieser Begriffe finden sich im Kapitel "Überleitung zu Pro-forma-Kennzahlen", das auf der Website der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter "Investor Relations" eingestellt ist.