Im Rahmen der heutigen Berichterstattung zu Durchsuchungen der Europäischen Kommission bei der Deutschen Telekom und anderen europäischen Telekommunikationsunternehmen fällt wiederholt die Aussage, es gehe um "Preisabsprachen" oder "Kartellbildung". Diese Aussagen sind falsch und entbehren jeder Grundlage, betont die Deutsche Telekom dazu. Die Kommission verweist in ihrer Pressemitteilung ausdrücklich auf Artikel 102 EU-Vertrag: "The Commission has concerns that the companies concerned may have violated EU antitrust rules that prohibit the abuse of a dominant market position (Article 102 of the Treaty on the Functioning of the European Union - TFEU)." Untersucht wird, ob es bei der Zusammenschaltung von Internet-Backbone-Netzen zu einem möglichen Missbrauch einer angeblichen marktbeherrschenden Stellung gekommen ist. Dies ist nicht der Fall. dpa hat mittlerweile ihre Meldung korrigiert. 17:37 bdt0579 3 wi 345 dpa 1349 br 0691 Telekommunikation/Internet/Wettbewerb/EU/ »(Berichtigung: Präzisierung des Verdachts) (Überblick 1300 - neu: Telekom bestätigt Durchsuchung) EU-Wettbewerbshüter durchsuchen Büros von Telekomfirmen = ## Berichtigung Im ersten Absatz, dritter Satz wurde klargestellt, dass die EU-Kommission dem Verdacht des Missbrauchs einer beherrschenden Marktposition nachgeht und es dabei nicht um Preisabsprachen oder die Aufteilung des Marktes geht. Entsprechend wurde der Hinweis auf das Verbot von Preis- und Marktabsprachen im letzten Absatz entfernt. Bei Verdacht auf "Preisabsprachen" oder "Kartellbildung" müsste Art. 101 genannt werden, der Absprachen zwischen Wettbewerbern untersagt, also Preisabsprachen oder Marktaufteilungen. Zu den Untersuchungen selbst hat die Deutsche Telekom wie folgt Stellung genommen: Die Deutsche Telekom ist über die erneuten Untersuchungen im Bereich von Internetverkehr sehr verwundert. Bisherige Vorwürfe haben sich als haltlos herausgestellt. Deshalb wurden entsprechende Verfahren vor nationalen Regulierungsbehörden, die sich intensiv mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt haben, eingestellt. Die Telekom ist im globalen Markt für Internetverkehr intensivem Wettbewerb ausgesetzt. Dieser Markt wird von US-Großanbietern dominiert, insofern sind wir hier der falsche Adressat. Die Telekom arbeitet eng mit den Behörden zusammen, um den Sachverhalt aufzuklären.
Über die Deutsche Telekom Die Deutsche Telekom ist mit 133 Millionen Mobilfunkkunden sowie 32 Millionen Festnetz- und mehr als 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 31. März 2013). Der Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit 230.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte der Konzern einen Umsatz von 58,2 Milliarden Euro, davon wurde mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember 2012).