Datenschutz für Handys

Ein Smartphone, bei dem der Nutzer einfach selber bestimmt, welche Daten er von sich preisgibt: Die Telekom wird diese Möglichkeiten auf dem Mobile World Congress im Februar in Barcelona gemeinsam mit Mozilla präsentieren. Das kündigte Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance (DRC), im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) an.

"Wir wollen den Menschen die digitale Souveränität zurückgeben", betont Kremer in dem SZ-Beitrag, der zum Europäischen Datenschutztag erschienen ist. Hintergrund: Bislang räumen Nutzer App-Anbietern sehr umfangreiche Rechte ein, auf persönliche Informationen zuzugreifen. Die Kontrolle ist mühselig. Beispiele sind Standortdaten oder eigene Adressbücher. Mit dem neuen Smartphone können Kunden den gewünschten Datenschutz einfach selbst bestimmen.

Der Kunde wird bei der ersten Installation des Gerätes Schritt für Schritt durch die Datenschutz-Einstellungen geführt: Er hat die Transparenz. Er hat die Kontrolle. "Warum muss der Wetterdienst meinen exakten Standort kennen? Es reicht doch, dass der Anbieter weiß, in welcher Stadt ich bin. Mit unserer Lösung kann der Nutzer für jede App bestimmen, wie detailliert die Infos sind, die der jeweilige Anbieter bekommt: Für die Navigation wird es sicher genaue Standortdaten brauchen. Für den Wetterdienst eben nicht", erläutert Kremer.

Die Telekom hat die Lösung gemeinsam mit Mozilla entwickelt. Ideen von externen Datenschützern – in diesem Fall vom Landesbeauftragten aus Schleswig-Holstein und dem Chaos Computer Club - sind eingeflossen. "Es wäre eine Illusion anzunehmen, dass ein Unternehmen alle Herausforderungen bei Datenschutz und IT-Sicherheit allein stemmen könnte", zitiert die Süddeutsche Zeitung den DRC-Chef.