Telekom nimmt Verantwortung ernst

Cyberbedrohung darf nicht Freiheit und Fortschritt einschränken. Dafür plädierte der neue Telekom-Chef in seiner Keynote auf der 50. Münchner Sicherheitskonferenz. Timotheus Höttges forderte die Schaffung gemeinsamer digitaler Standards und lud zum dritten Cyber Security Summit ein.

"Wir brauchen international verbindliche Regelungen für Sicherheit und Datenschutz", appellierte Timotheus Höttges vor dem hochkarätigen Forum der Münchner Sicherheitskonferenz. In seiner Rede warnte er vor dem Beginn eines digitalen Wettrüstens und forderte die Industrie auf, mehr Verantwortung für die Sicherheit von Produkten zu übernehmen. Sicherheit müsse schon beim Design beginnen und von Anfang an in die Produktentwicklung integriert werden, so Höttges.

Cyberkriminalität, Datenmissbrauch und Überwachung seien eine Bedrohung für die digitale Welt. Das dürfe nicht dazu führen, die Chancen auf Freiheit und Fortschritt in unserer Gesellschaft einzubüßen. Die Deutsche Telekom nehme ihre Verantwortung als Netzbetreiber ernst, bekräftigte er. Im Sinne eines Branchen übergreifenden Austauschs führe die Telekom deshalb den 2012 erstmals veranstalteten Cyber Security Summit fort. Als Termin für den dritten Cyber Security Summit kündigte Höttges den 3. November 2014 in Bonn an.

Internationales Topthema Im Zentrum der Münchner Sicherheitskonferenz stand die Förderung friedlicher Konfliktlösungen beim Umgang mit sicherheitspolitischen Herausforderungen. Dazu treffen sich seit 1963 hochrangige Politiker, Diplomaten, Militärs und Sicherheitsexperten aus den Mitgliedsländern der NATO und der Europäischen Union, aber auch aus anderen Ländern wie Russland, China, Japan und Indien, um über aktuelle Themen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu debattieren. Am diesjährigen Gipfeltreffen nahmen rund 20 Regierungschefs und 50 Minister teil, darunter US-Außenminister John Kerry, der russische Außenminister Sergej Lawrow und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Für die Bundesregierung waren unter anderem Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen dabei.