Sicher digital unterwegs – Wir geben Tipps

Das digitale Land der unbegrenzten Möglichkeiten vereinfacht unser Leben und bringt Spaß dazu. Im multimedialen Online-Ratgeber www.sicherdigital.de verraten Lena und Lukas, Sandra und Max, Matthias, Renate und Horst wie man sich in jedem Alter und (fast) jeder Lebenslage sicher in der digitalen Welt bewegt. Ab sofort veröffentlichen wir an dieser Stelle regelmäßig nützliche Tipps und spannende Hintergründe.

Damit die digitale Welt nicht weiß, dass Sie in Urlaub sind –
Sicher in sozialen Netzwerken

Zum Joggen verabreden, den Freundinnen das neue Kleid zeigen? Heute selbstverständlich über verschiedene Soziale Netzwerke und diverse Chatdienste. Das Anmelden geht schnell, das Posten von Beiträgen und das Hochladen von Fotos noch schneller. Damit der digitale Austausch ungetrübt bleibt, gilt es, sich Gedanken zu machen, welche Dienste man wie nutzt – und die Konsequenzen daraus zu ziehen. Hier die wichtigsten Stolperfallen und Tipps, nicht hineinzutappen. Dies und noch viel mehr finden Sie in unserem multimedialen Online-Ratgeber www.sicherdigital.de unter www.sicherdigital.de/infos-fuer-jugendliche .

1. Erst nachdenken, dann veröffentlichen
In sozialen Netzwerken gibt man E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Hobby und Vorlieben an. Diese Daten nutzen Firmen gern, um Werbung zu schicken. Die Voreinstellungen zum Schutz der Privatsphäre sind bei Eröffnung eines Accounts oft nicht ausreichend. Alle Daten sind dann automatisch für alle Nutzer des sozialen Netzwerks sichtbar. Suchmaschinen finden sogar Auszüge der Profile, was sie allen Internetnutzern weltweit zugänglich macht.

Im Bewerbungsprozess ist nicht ausgeschlossen, dass Arbeitgeber soziale Netzwerke nutzen, um Informationen über potentielle Mitarbeiter herauszufinden. Freizügige Fotos oder verfängliche Äußerungen werden da schnell zu einem Ausschlusskriterium. Auch Vermieter oder Versicherungen könnten an bestimmten Informationen interessiert sein.

Informationen, Texte und insbesondere Bilder werden häufig von Privatpersonen auch außerhalb der Netzwerke auf dem eigenen Computer archiviert. So können Daten plötzlich auf anderen Seiten im Internet auftauchen oder für andere Zwecke missbraucht werden – auch nachdem diese vermeintlich aus dem sozialen Netzwerk gelöscht wurden.

2. Vorsicht vor digitalen Fischzügen
Über gefälschte Webseiten versuchen Betrüger an Zugangsdaten für soziale Netzwerke heranzukommen. Über Links in einer E-Mail führen die Betrüger auf eine Seite, die der des sozialen Netzwerks täuschend ähnlich sieht. Loggt man sich dort ein, können die Betrüger Nutzernamen und Passwort abfischen.

Mit diesen Angaben haben sie dann vollen Zugriff auf einen Account. Das heißt: Sie können alle Daten – auch die vermeintlich für die Öffentlichkeit verborgenen – einsehen und ändern, Nachrichten verschicken und chatten. Oftmals täuschen diese Hacker nach Übernahme eines Accounts eine Notsituation vor und bitten die vernetzten Freunde um finanzielle Hilfe. „Unechte“ Profile werden zunehmend dazu genutzt, Personen zu schaden: Diebe können so zum Beispiel ausspionieren, wann jemand im Urlaub ist und die Wohnung leer steht.

3. Achtung bei zweifelhaften Nachrichten und bei Zusatzanwendungen
Auch in sozialen Netzwerken verschicken Betrüger Nachrichten, die einen Link auf manipulierte Webseiten enthalten. Geht man auf diese Seiten, fängt man sich unter Umständen Schadprogramme ein. Einige soziale Netzwerke bieten Zusatzanwendungen für Profile an. Ein Beispiel dafür sind Mini-Spiele, die man auch vernetzt mit anderen Nutzern spielen kannt. Diese Anwendungen stammen meist von Drittanbietern, deren Sicherheitsstandards das soziale Netzwerk nicht überprüft. Auf diese Weise verbreiten Betrüger Schadprogramme.

Zehn Goldene Regeln für unbeschwerte Kommunikation über Soziale Medien
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nennt zehn allgemeine Regeln, die jeder in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Google Plus & Co. beachten sollte, um Sicherheitsrisiken erheblich zu verringern.

  1. Seien Sie zurückhaltend mit der Preisgabe persönlicher Informationen.
  2. Lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Bestimmungen zum Datenschutz des genutzten sozialen Netzwerks.
  3. Seien Sie wählerisch, wenn Unbekannte eine Kontaktanfrage an Sie richten. Kriminelle "sammeln" Freunde, um Personen zu schaden. Klären Sie am besten immer offline, ob die Freundschaftsanfrage einer Person tatsächlich von dem Menschen stammt, als der sich der Anfragende ausgibt.
  4. Melden Sie "Cyberstalker", die Sie unaufgefordert und dauerhaft über soziale Netzwerke wie Facebook kontaktieren.
  5. Verwenden Sie für jede Internetanwendung ein unterschiedliches und sicheres Passwort.
  6. Geben Sie keine vertraulichen Informationen über Familie oder Freunde und über Arbeit und Arbeitgeber preis.
  7. Prüfen Sie kritisch, welche Rechte Sie den Betreibern sozialer Netzwerke an Deinen Bildern, Texten und Informationen einräumen.
  8. Wenn Sie "zweifelhafte" Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit dieser Nachricht.
  9. Auch in sozialen Netzwerken nicht wahllos auf Links klicken. Sie werden verstärkt für Phishing genutzt.
  10. Klären Sie auch andere über Gefahren in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Google Plus auf.