Gerd Tenzer scheidet aus dem Vorstand der Deutschen Telekom aus

Am 29. November 2002 scheidet Gerd Tenzer (59) aus dem Vorstand der Deutschen Telekom aus. Zukünftig wird er dem Unternehmen als Sonderbeauftragter für Telekommunikations- und Wettbewerbspolitik beim Vorstandsvorsitzenden weiter verbunden bleiben und dieses Thema im Sinne der Deutschen Telekom AG vorantreiben.

Seit 1990 gehörte Gerd Tenzer dem Vorstand der Deutschen Bundespost Telekom bzw. der Deutschen Telekom AG an. In dieser Zeit zeichnete er für eine Reihe unterschiedlicher Aufgabenfelder verantwortlich. Zuletzt war er als stellvertretender Vorstandsvorsitzender zuständig für den Bereich "Produktion und Technik". In dieser Funktion steuerte Tenzer unter anderem die Arbeitsfelder Technik und Plattformen, Breitbandkabel, das Innovationsmanagement, den Einkauf und den Bereich Umweltschutz.

"Gerd Tenzer hat durch seine Innovationsfreude und Tatkraft dem deutschen und dem internationalen Telekommunikationsmarkt wichtige Impulse verliehen. Unter seiner Ägide hat sich Deutschland zu einer ersten Adresse der Telekommunikationsinfrastruktur und zu einer der weltweit führenden Breitbandnationen entwickelt", so Kai Uwe Ricke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

Gerd Tenzer hat langjährig wie kein anderer das Unternehmen Deutsche Telekom auf dem Weg der Marktliberalisierung geprägt und gestaltet. Zu den herausragenden Erfolgen seines Wirkens gehört der Wiederaufbau der Telekommunikationsinfrastruktur in den neuen Bundesländern, die ISDN-Einführung, die Digitalisierung des Telefonnetzes als Voraussetzung für die Marktliberalisierung 1998, die Restrukturierung des Kabel-TV-Geschäftes sowie die Forcierung dessen Verkaufs. Im Jahr 2000 erhielt Gerd Tenzer für seine Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit die Auszeichnung zum Öko-Manager des Jahres und in diesem Jahr den internationalen IEC Fellow Award für den Ausbau der Breitbandtechnologie als Internet-Zugang.

1970 trat er in den Dienst der damaligen Deutschen Bundespost ein. 1975 wechselte Tenzer in das Bundesministerium für Post und Telekommunikation. Von 1980 bis 1990 hatte er die Leitung des Referats für Fernmeldepolitik inne.