Gemeinsame Lösung für T-Service

  • Arbeitszeiterhöhung um 4 auf 38 Stunden
  • Entgeltreduzierung um 6,5 Prozent
  • Zeitlich begrenzte, sozialverträgliche Abfederung der Gehaltsreduzierung
  • Nullrunde für Mitarbeiter der DTAG bis Ende 2008
  • Auslagerungsschutz bis Ende 2010 für Mitarbeiter der drei Service-Gesellschaften
  • Kündigungsschutz bis Ende 2012
  • Einsparungen in 2010 im Zielkorridor der geplanten 0,5 bis 0,9 Mrd. Euro

Die Verhandlungskommissionen der Deutsche Telekom und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben die entscheidenden Weichen für T-Service gestellt. In Bad Neuenahr verständigten sie sich an diesem Mittwoch auf ein Paket zur Lösung des Tarifkonflikts, welches die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens deutlich verbessert.

„Wenn die Ver.di-Mitglieder dem Kompromiss zustimmen, erreichen wir wettbewerbsfähigere Kostenstrukturen, fördern die Servicekultur im Unternehmen und sichern so dauerhaft Arbeitsplätze im Service“, sagte der Personalvorstand der Deutschen Telekom Thomas Sattelberger.

Kernpunkte der Einigung sind eine von 34 auf 38 Stunden verlängerte Arbeitszeit ohne Lohnausgleich und eine sozialverträgliche Anpassung der Gehälter inklusive verstärkter leistungsorientierter Elemente (Variabilisierung). Von den vier Stunden investiert jeder Mitarbeiter ab 2008 pro Woche 0,5 Stunden in seine Service-Qualifizierung. Dies ist Teil einer breit angelegten Serviceoffensive. Zudem werden Mitarbeiter, die sich durch Leistung, persönliches Engagement und Kompetenz auszeichnen, künftig durch Servicekarrieren gefördert.

Zur serviceorientierten Flexibilisierung der Arbeitszeit gehört künftig auch die Einbeziehung des Samstags als Regelarbeitstag. Durch die flexiblere Arbeitszeit und die 38-Stunden-Regelung wird der Konzern Kosten im dreistelligen Millionen Bereich einsparen, da die Vergabe von Aufträgen an externe Dienstleister deutlich reduziert werden kann.

Das Gehalt der Service-Mitarbeiter wird um 6,5 Prozent auf ein wettbewerbsfähigeres Niveau gesenkt. Die Reduzierung der Gehälter wird aus Mitteln eines dafür gebildeten Topfes, ähnlich einem Sozialplan, über einen Zeitraum von 42 Monaten stufenweise sozialverträglich abgefedert.

Für die ersten 18 Monate beträgt die Ausgleichszahlung 100 Prozent, für die nächsten zwölf Monate 66 Prozent und für die folgenden zwölf Monate 33 Prozent. Die Ausgleichszahlungen enden am 31. Dezember 2010.

Für Nachwuchskräfte insbesondere aus der eigenen Ausbildung haben die Tarifvertragsparteien Übernahmebedingungen im Rahmen einer „Beschäftigungsbrücke“ vereinbart, wodurch über 4.000 Neueinstellungen möglich werden. Die Einstiegsgehälter liegen künftig zwischen 21.400 und 23.200 Euro.

Durch die Absenkung der Gehälter, die vereinbarte Nullrunde und die niedrigeren Einstiegsgehälter bei Neueinstellungen erreicht die Deutsche Telekom ebenfalls Einsparungen in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages.

Mit dem Ergebnis der Tarifverhandlungen liegt die Deutsche Telekom gut im Zielkorridor der geplanten Einsparungen von 0,5 bis 0,9 Mrd. Euro im Jahr 2010 und kann rund 50 000 Arbeitsplätze im Konzern sichern.

Der Auslagerungsschutz wurde bis Ende 2010 festgesetzt, der Kündigungsschutz bis Ende 2012. „Mit diesem Kündigungsschutz über mehr als 5 Jahre bieten wir unseren Mitarbeitern eine hohe Sicherheit.“, sagte Sattelberger.

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