Auch Smartphone-Diebe lieben den Sommer
- Fallzahlen steigen, Smartphone-Diebstahl hat in der Reisezeit Konjunktur
- Hunderte Kundinnen und Kunden berichten von Kontaktversuchen der Diebe
- Besonders iPhones im Visier der Täter
Vorsicht: Diese fiese Masche feiert gerade ein Comeback. Smartphone-Diebe melden sich bei ihren Opfern, um die totale Kontrolle über das geklaute Gerät zu erhalten. Dabei tun sie so, als sei das Smartphone gefunden worden und die Opfer könnten es zurückbekommen. Doch das ist nur ein Trick, auf den man nicht hereinfallen sollte.
Am Strand, in der Bar oder auf offener Straße – der Smartphone-Diebstahl hat leider auch in der Urlaubszeit Konjunktur. Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer warnen nun, dass dies oft nur der erste Akt ist. Es wird noch dreister. Die Diebe begnügen sich nicht damit, das Gerät erbeutet zu haben. Sie wollen es bestmöglich verwerten. Und das geht nur, wenn es nicht nur entsperrt, sondern es auch nicht mehr mit der Identität der Opfer verknüpft ist. Beim iPhone nennt sich dieses Hindernis Apple-ID, Android-Smartphones sind mit dem Google-Konto verknüpft. Zu dem Zweck dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen, melden sich die Diebe als Finder. Das setzt voraus, dass die beklauten Nutzer den gängigen Hilfs-Tipps im Fall eines Geräteverlusts gefolgt sind.
Bleiben wir beim Beispiel iPhone. Apple rät dazu auf die Seite www.icloud.com/find zu gehen und dort das Gerät als verloren zu markieren. Die darauf folgenden Schritte können hilfreich sein, wenn es tatsächlich verloren wurde. Sie helfen ausschließlich den Dieben, wenn es stattdessen gestohlen worden ist. Etwa der Name des Opfers, eine alternative Telefonnummer oder gar eine Anschrift sind lauter Informationen, die von Gaunern für ihre nächsten Schritte benötigt werden. Sie sind dann in der Lage eine maßgeschneiderte Nachricht zu verfassen und sie als SMS oder per WhatsApp zu versenden. Diese tut so, als sei das verschwundene Gerät wieder aufgetaucht. Die Kurznachricht ist dem Stil der Hersteller nachempfunden. Genauso könnte sie aussehen. Haben die Täter den Namen, stimmt sogar die Ansprache und der Kontaktversuch wirkt noch glaubwürdiger.
Der eingebettete Link führt jedoch stattdessen auf eine Phishing-Seite, mit dem Ziel das Gerät unter Kontrolle zu bringen. Hunderte Kundinnen und Kunden der Telekom haben entsprechende Täuschungsversuche über die Kurzwahl 7726 gemeldet oder die SPAM-melden-Funktion in iOS oder Android genutzt. Wer eine betrügerische SMS erhält, kann diese so an das Telekom Sicherheitsteam weiterleiten und macht damit auf ein drohendes Problem aufmerksam. Nicht nur, dass die Telekom verhindern kann, dass ein Klick auf den Köder-Link auf die Betrugsseite führt. Je häufiger Kundinnen und Kunden SPAM-Nachrichten melden, desto besser lassen sich einzelne Gefahrenpotenziale abschätzen. Das Ausmaß von Betrugswellen wird deutlich und Gegenmaßnahmen priorisiert und sogar beschleunigt.
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