Telekom steigert Wachstum, Effizienz und Qualität durch Einsatz von KI

  • Neue Umsätze: Telekom will ihren KI-bezogenen Umsatz im Geschäft mit Unternehmen außerhalb der USA bis 2030 auf rund 800 Millionen Euro steigern. Auch im Privatkundengeschäft sollen neue KI-Dienste zum Wachstum beitragen.
  • Geringere Kosten: Bis 2030 Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro bei den indirekten Kosten durch KI und Automatisierung gegenüber 2023 erwartet.
  • Bessere Qualität: KI erkennt Auslastungen im Mobilfunknetz früher, unterstützt Beschäftigte im Kundenservice und hilft so, Anliegen direkt zu lösen.
  • Telekom bestätigt Prognose und mittelfristige Ziele.
KI-Investorentag 2026
Vorstand und Fachverantwortliche stellen Anwendungen aus dem gesamten Konzern vor. © Deutsche Telekom AG

Wie wird aus künstlicher Intelligenz ein messbarer Beitrag zum Geschäft? Das zeigt die Deutsche Telekom bei ihrem KI-Investorentag in Bonn. Vorstand und Fachverantwortliche stellen Anwendungen aus dem gesamten Konzern vor: vom Produkt für Privatkunden über industrielle KI bis zum Einsatz in Netzplanung und -management. Im Fokus stehen zusätzliche Umsätze, geringere Kosten und eine noch höhere Qualität für Kundinnen und Kunden. Die Telekom bestätigt außerdem ihre Prognose sowie mittelfristigen Ziele.

„KI verändert die Telekom von Grund auf. Sie macht unsere Netze noch besser und intelligenter, unseren Service persönlicher und eröffnet neue Geschäftsmodelle, vom KI-Assistenten im Telefonat bis zur souveränen Infrastruktur für Europas Industrie“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Entscheidend ist, dass aus Technologie messbarer Nutzen entsteht: für unsere Kundinnen und Kunden und für unser Unternehmen.“

Souveräne KI wird zum Wachstumsgeschäft, neue Dienste für Privatkunden

Die Telekom sieht in Europas Bedarf an souveräner KI eine große Geschäftschance. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wollen KI auch für sensible Aufgaben nutzen und dabei die Kontrolle über Daten und Betrieb behalten. Dafür verbindet die Telekom ihre Netze und europäische Infrastruktur mit Technologien von Partnern. Eine Grundlage ist die erfolgreiche Industrial AI Cloud in München. Hier können Unternehmen industrielle Simulationen und KI-gestützte Prozesse betreiben.

Für den Mittelstand entwickelt die Telekom zudem eine Plattform, mit der Unternehmen wiederkehrende Aufgaben etwa im Service oder in der Logistik automatisieren können. Für 2026 erwartet sie außerhalb der USA rund 250 Millionen Euro KI-bezogenen Umsatz mit Unternehmen. Bis 2030 will sie diesen Wert auf rund 800 Millionen Euro steigern.

Auch das Telefonat wird zum KI-gestützten Dienst. Der Magenta AI Assistant kann Gespräche im Mobilfunk live übersetzen, Fragen beantworten und Inhalte zusammenfassen, ohne dass Kundinnen und Kunden eine zusätzliche App oder ein neues Endgerät benötigen. Die Telekom sieht darin Potenzial für Zusatzdienste und neue Tarifangebote. Im Marketing nutzt sie KI bereits, um beispielsweise in ihrem Bonusprogramm “Magenta Moments” passendere Angebote auszuspielen und Kundinnen und Kunden gezielter anzusprechen.

KI und Automatisierung senken Kosten und schaffen mehr Spielraum für Investitionen

Die Telekom setzt KI dort ein, wo große Mengen wiederkehrender Arbeit anfallen: im Netzbetrieb, im Kundenservice, in der Softwareentwicklung und in Verwaltungsprozessen. Der Chatbot „Frag Magenta“ hat bereits im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Millionen Anrufe im Kundenservice übernommen. In den USA ist die Zahl der Anrufe beim Kundenservice um 55 Prozent gesunken; KI-Agenten bearbeiten dort inzwischen 40 Prozent der Kundenkontakte. KI unterstützt Entwicklerteams außerdem dabei, Software zu erstellen und ältere IT-Systeme abzulösen.

Für 2027 erwartet die Telekom außerhalb der USA durch KI und Automatisierung rund 1,1 Milliarden Euro Bruttoeinsparungen gegenüber 2023 . Bis 2030 strebt sie Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro bei den indirekten Kosten an, ebenfalls gegenüber 2023. Zusätzliche Einsparungen im Jahr 2027 sollen teilweise in Beschleunigung der digitalen Transformation und in den Glasfaserausbau in Deutschland fließen. Dabei erwartet die Telekom Einsparungen aus KI und Automatisierung in Höhe von 100-150 Millionen Euro im Zeitraum 2023 bis 2027. Diese Einsparungen ermöglichen eine höhere Schlagzahl bei den Glasfaserverbindungen.

Netzprobleme früher erkennen, Anliegen schneller lösen: KI verbessert die Qualität

Im Mobilfunknetz zeigt sich der Nutzen von KI bereits im laufenden Betrieb. Der „RAN Guardian Agent“ erkennt bevorstehende Belastungen, etwa bei Großveranstaltungen, und unterstützt das Netzmanagement bei Gegenmaßnahmen. Die Bearbeitungszeit für solche Ereignisse sank von mehreren Stunden auf rund eine Minute.

Im Kundenservice hilft die KI, Anliegen schneller und genauer zu lösen. Sie stellt Beschäftigten während eines Gesprächs passende Informationen bereit und übernimmt die Dokumentation. Auch wenn ein neuer Anschluss eingerichtet wird, soll KI Probleme erkennen, bevor daraus eine Beschwerde wird. Erste Anwendungsfälle zeigen dabei einen Rückgang der Beschwerden um 30 Prozent. Damit KI im Arbeitsalltag Wirkung entfaltet, stellt die Telekom ihren Beschäftigten Werkzeuge wie AskT, ChatGPT Enterprise und Microsoft Copilot unter der Initiative „KI für alle“ bereit. Mehr als 100.000 Mitarbeitende wurden bereits im Umgang mit KI geschult. Die Telekom will ihre Arbeitsabläufe mit KI so neugestalten: Mitarbeitende geben Ziele vor, prüfen Ergebnisse und behalten die Verantwortung für Entscheidungen. „Wir stehen erst am Anfang. Was heute in einzelnen Anwendungen funktioniert, wollen wir im ganzen Konzern nutzen. So wollen wir schneller wachsen, effizienter arbeiten und bei der Qualität neue Maßstäbe setzen. Zugleich wollen wir zeigen, dass Europa souveräne KI erfolgreich entwickeln und betreiben kann“, sagte Tim Höttges im Rahmen der Veranstaltung.

Diese Medieninformation enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter „erwarten“, „davon ausgehen“, „annehmen“, „beabsichtigen“, „einschätzen“, „anstreben“, „zum Ziel setzen“, „planen“, „werden“, „erstreben“, „Ausblick“ und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA AL oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen.

Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen vor, z. B. Service-Umsatz, EBITDA, EBITDA AL, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBITDA AL, bereinigte EBITDA-Marge AL, EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Free Cashflow, Free Cashflow AL, Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten sowie Netto-Finanzverbindlichkeiten AL, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

Über die Deutsche Telekom: Deutsche Telekom Konzernprofil

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