Kunden- und Mitarbeiterdaten sind bei der Telekom in besten Händen. Die Datenschutzorganisation und -mechanismen des Konzerns sind wirksam. Zu diesem Schluss kommt eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Dazu drei Fragen an den Konzerndatenschutzbeauftragten Claus-Dieter Ulmer.
Die Telekom hat ihre Datenschutz-Aktivitäten konzernweit zertifizieren lassen. Was hat das Unternehmen konkret davon?
Claus-Dieter Ulmer: Das trägt zu unserem Ruf in der Branche und vor allem bei unseren Kunden in aller Welt bei. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Allensbach sind wir in Deutschland bereits das Unternehmen in der Branche, dem die Kunden deutlich mehr vertrauen als den Wettbewerbern. Dieses Vertrauen bauen wir weiter aus. Da hilft uns die Zertifizierung, zum Beispiel auch bei Ausschreibungen potentieller Geschäftskunden. Deshalb freue ich mich sehr darüber. Gleichzeitig spornt es an, noch besser zu werden.
Inwiefern? Es ist doch alles anstandslos zertifiziert worden.
Claus-Dieter Ulmer: Richtig. Die Wirtschaftsprüfer haben den Prüfungsstandard 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland, kurz IDW, angewandt und nichts festgestellt. Sie sprachen lediglich Empfehlungen aus. Diese bedeuten uns jedoch sehr viel, und wir werden sie im Team konsequent verfolgen.
Welche Empfehlungen sind das zum Beispiel?
Claus-Dieter Ulmer: Dazu gehört etwa, dass wir die Rolle der Datenschutzverantwortlichen in den Ländern weiter stärken. Gleichzeitig müssen wir unsere Personalressourcen im Auge behalten, denn die Anforderungen an den Datenschutz werden durch die höhere gesellschaftliche Aufmerksamkeit weiter steigen. Das zeigt schon die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, die demnächst verabschiedet werden soll.