Vom Standort bis ins Backbone: So modernisiert die Telekom ihr Mobilfunknetz

Streamen, arbeiten, surfen: Das Mobilfunknetz der Telekom ist jeden Tag für Millionen Kundinnen und Kunden im Einsatz. Gleichzeitig wächst der Datenverkehr weiter – rund 30 Prozent pro Jahr. Das liegt neben dem Streaming von Videos und Musik sowie Social Media auch an der steigenden Nutzung von KI. Deshalb baut die Telekom ihr Netz konsequent aus und modernisiert es von innen heraus zum Ultra-Kapazitätsnetz. Der Anspruch bleibt klar: Die Kundinnen und Kunden sollen auch künftig im besten Netz unterwegs sein.

Die Telekom modernisiert ihr Mobilfunknetz, um den weiter steigenden Datenverkehr zu bewältigen.
Die Telekom modernisiert ihr Mobilfunknetz, um den weiter steigenden Datenverkehr zu bewältigen. © Deutsche Telekom AG

Dabei hat die Telekom einen wichtigen Meilenstein erreicht: Rund die Hälfte ihrer Mobilfunkstandorte ist bereits modernisiert. Das Unternehmen bringt die Standorte Schritt für Schritt auf den neuesten technischen Stand. Das bedeutet: mehr Kapazität, höhere Geschwindigkeiten und eine bessere Versorgung genau dort, wo der Mehrwert für Kundinnen und Kunden besonders groß ist. Ziel ist es, die Kapazität im Mobilfunknetz deutlich zu erhöhen. Künftig sollen 90 Prozent der Standorte eine Download-Kapazität von 1 Gigabit pro Sekunde pro Zelle bieten. Dafür setzt die Telekom nicht auf eine einzelne Maßnahme. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus moderner Funktechnik, effizienter Frequenznutzung, leistungsfähiger Standortanbindung und starken zentralen Netzknoten.

Mehr 5G-Kapazität durch gezielte Frequenznutzung

Mehr Kapazität entsteht auch durch eine bessere Nutzung der verfügbaren Frequenzen. Low-Band-Frequenzen wie 700, 800 und 900 Megahertz sorgen für Reichweite und gute Versorgung, auch in Gebäuden. Mid-Band-Frequenzen wie 1.500, 1.800 und 2.100 Megahertz sind die Leistungsträger für hohe Datenraten. An besonders stark genutzten Orten kommt zusätzlich 3,6 Gigahertz zum Einsatz. So bringt die Telekom Kapazität genau dorthin, wo sie gebraucht wird.

Auch das 2.100-MHz-Band kann nun noch stärker für 5G genutzt werden. Dafür hat die Telekom Dynamic Spectrum Sharing, kurz DSS, in diesem Frequenzband deaktiviert. DSS war eine Technologie, bei der die Kapazität im Spektrum dynamisch zwischen LTE und 5G aufgeteilt wurde. Damit konnte 5G schnell in die Fläche gebracht werden. Jetzt ist 5G für viele Kundinnen und Kunden Standard. Deshalb nutzt die Telekom das 2.100-MHz-Spektrum vollständig für 5G. Das stellt zusätzliche 5G-Kapazität bereit und erhöht die Effizienz der Frequenznutzung, während die Qualität für LTE-Kundinnen und -Kunden stabil bleibt.

Leistungsstarke Anbindung für das Ultra-Kapazitätsnetz

Mehr Kapazität am Mobilfunkstandort muss zuverlässig weiter ins Netz gelangen. Dafür modernisiert die Telekom die Standortanbindung. Über 80 Prozent der Standorte sind bereits mit Glasfaser angebunden. Glasfaser bietet sehr hohe Kapazitäten, geringe Latenzen und hohe Stabilität. Wo Glasfaser technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich ist, kommt moderner Richtfunk zum Einsatz. Auch damit lassen sich heute Gigabit-Leistungen realisieren.

Direkt am Standort sorgen zusätzlich moderne Netzknoten dafür, dass die Daten leistungsfähig weitertransportiert werden. Diese Netzknoten heißen Cell Site Gateways. Die Telekom betreibt ca. 30.000 davon. Sie ermöglichen Standortanbindungen mit hoher Kapazität – bis in den 10-Gigabit-Bereich – und sorgen dafür, dass zusätzliche 4G- und 5G-Kapazität stabil, leistungsfähig und skalierbar weitertransportiert werden kann.
Ein weiterer Vorteil: Die Cell Site Gateways sind doppelt über Glasfaser an die nächste Netzebene angebunden. Fällt eine Verbindung aus, steht eine zweite Verbindung bereit. Das erhöht die Verfügbarkeit und hilft dabei, das Mobilfunkerlebnis für Kundinnen und Kunden stabil zu halten.

Übergabepunkte vom Mobilfunknetz ins Backbone

Auf dem Weg ins Internet werden die Daten aus vielen Mobilfunkstandorten gebündelt und ins Telekom Backbone weitergeleitet. Dafür modernisiert die Telekom zentrale Netzknoten im Transportnetz. Die sogenannten MAR2-Router bilden wichtige Übergabepunkte vom Mobilfunknetz ins Backbone.

Die bestehenden 24 MAR2-Router wurden durch leistungsfähigere Technik ersetzt. Damit schafft die Telekom die Basis für weiter steigende Datenmengen – unter anderem mit Schnittstellen, die künftig bis zu 400 Gigabit pro Sekunde übertragen können. Bildlich gesprochen wird die Hauptautobahn verbreitert, über die der mobile Datenverkehr ins Backbone läuft. Für Kundinnen und Kunden bleiben viele dieser Umbauten im Hintergrund unsichtbar. Spürbar werden sie dort, wo es zählt: bei stabilen Verbindungen, flüssigem Streaming, zuverlässigen Videocalls, schnellen Downloads und einem Netz, das auch bei weiter wachsender Nutzung leistungsfähig bleibt.

Das Ultra-Kapazitätsnetz entsteht entlang der gesamten Netzkette – von der Funktechnik am Standort über die Anbindung bis zu den zentralen Netzknoten im Backbone. © Deutsche Telekom AG

Das Ultra-Kapazitätsnetz entsteht also entlang der gesamten Netzkette: am Mobilfunkstandort, bei der Nutzung der Frequenzen, bei der Standortanbindung und in den zentralen Netzknoten Richtung Backbone. So kommen die Daten vom Smartphone zuverlässig ins Internet – auch wenn die Nutzung weiter wächst.

So macht die Telekom ihr Mobilfunknetz Schritt für Schritt bereit für die Zukunft – für mehr Kapazität, mehr Stabilität und eine noch bessere Netzerfahrung.

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