Die Telekom erweitert ihre Multiorbit-IoT-Roaming-Lösung mit Iridium als zusätzlichem LEO-Satellitenpartner. Die Vereinbarung verbindet nun das globale IoT-Netzwerk der Telekom mit Iridiums Satellitennetz im niedrigen Erdorbit (LEO). Damit erhalten Kunden eine weitere Möglichkeit, die Verbindung ihrer IoT-Geräte aufrechtzuerhalten, wenn keine terrestrische Mobilfunkversorgung verfügbar ist.
Multiorbit-Strategie mit wachsendem Satellitenökosystem
Das Portfolio an Satelliten-IoT-Partnern Telekom umfasst jetzt Skylo, für Konnektivität über Satelliten in der geostationären Erdumlaufbahn (GEO), sowie Sateliot, OQ Technology und Iridium für die LEO-Konnektivität. Dieses breite Partner-Ökosystem bietet den Kunden mehr Auswahl und ermöglicht es der Telekom, terrestrische und nicht-terrestrische Netzwerke für zuverlässige IoT-Konnektivität globale zu kombinieren.
"Mit Iridium baut die Deutsche Telekom ihr branchenweit größtes Portfolio an Partnern für satellitengestützte IoT-Konnektivität weiter aus.", sagte Christian Schwalbe, CEO Deutsche Telekom IoT. "Gemeinsam mit unseren anderen Satellitenpartnern können wir Kunden dabei unterstützen, Fahrzeuge, Maschinen und andere Anlagen rund um die Uhr vernetzt zu halten – unabhängig davon, wo sie betrieben werden und wann eine Verbindung benötigt wird. Satellitenkonnektivität kann zudem für zusätzliche Ausfallsicherheit sorgen, wenn terrestrische Netze vorübergehend nicht verfügbar sind."
Erfolgreiche Übertragung einer Sprachnachricht
Ein praktisches Beispiel wurde auf dem Deutsche Telekom Satellite Day 2026 demonstriert. Ein Toyota-Fahrzeug sendete eine Sprachnachricht über das Satellitennetz von Iridium. Das Fahrzeug verwendete ein Modem von Nordic Semiconductor (nRF9151 development board) mit einer Telekom IoT-SIM. Die Nachricht wurde mit standardbasierter NB-IoT-Technologie übertragen und mit NESC codiert, dem KI-basierten Sprachcodec des Fraunhofer IIS. Die Demonstration zeigte, wie ein Fahrzeug außerhalb der terrestrischen Netzabdeckung verbunden bleiben kann. Im Alltag könnte diese Art der Konnektivität Fahrzeugen und anderen Geräten in abgelegenen Gebieten helfen, wichtige Informationen weiterhin zu senden, wenn terrestrische Netze unterbrochen sind.
"Die Sprachnachricht, die von einem Toyota-Fahrzeug über unser Netzwerk gesendet wurde, zeigt, wie das Iridium Satelliten-Netz Anwendungen für Menschen und Maschinen außerhalb traditioneller Mobilfunkgebiete verbessern wird", sagte Matt Desch, CEO von Iridium. "Diese Demonstration ist ein Einblick in die Zukunft wirklich globaler, standardbasierter Konnektivität. Jetzt können IoT-Lösungsentwickler Iridium-Konnektivität basierend auf 5G-Standards in ihre Produkte integrieren."
Die Präsentation brachte sieben Partner zusammen: Deutsche Telekom IoT, Iridium, Toyota Motor Europe, Nordic Semiconductor (Funkmodul), Fraunhofer IIS (NESC Sprachcodec), KYOCERA AVX (Antenne) und Jember (Integration). Sie zeigte, wie Satellitenkonnektivität, Mobilfunknetze, Standard-IoT-Hardware, vernetzte Fahrzeuge und Sprachtechnologie zusammenarbeiten können, um neue IoT-Dienste jenseits der Reichweite terrestrischer Netze zu schaffen.
Die technische Integration und das globale Roaming-Abkommen zwischen Iridium und Deutsche Telekom IoT wurden bereits abgeschlossen. Die Iridium-Konstellation ist nun kommerziell für Telekom IoT-Kunden mit kompatiblen NB-IoT-Geräten erhältlich. Das funktioniert zunächst mit Nordic Semiconductor-Modulen und der neuesten Firmware, die nach und nach für ausgewählte Kunden zur Verfügung gestellt wird. Erste europäische IoT-Lösungsanbieter testen bereits Anwendungen im Iridium-Netz mit der Global SIM der Telekom.
Im Februar 2026 startete Deutsche Telekom offiziell das weltweit erste kommerzielle Multiorbit-IoT-Konnektivitätsangebot. Es kombiniert terrestrische Mobilfunknetze mit Satellitendiensten im geostationären (GEO) und niedrigen Erdorbit (LEO). Die Lösung ermöglicht IoT-Geräten, Daten nahtlos über das derzeit verfügbare Netz mit der besten Konnektivität zu übertragen.
Die Ergänzung von Iridium stärkt den "network-of-network"-Ansatz der Deutsche Telekom weiter: Die Kombination von terrestrischer und nicht-terrestrischer Konnektivität, damit Kunden das am besten verfügbare Netzwerk für ihre IoT-Anwendungen nutzen können.
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