Bäume und Baustoffe: Wie wir CO2 neutralisieren

Die Telekom ist konzernweit klimaneutral bei den eigenen Emissionen – von den Netzen, Rechenzentren, Fahrzeugflotten bis hin zu allen Gebäuden. Eine vollständige Vermeidung aller Emissionen ist aktuell technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die verbleibenden letzten Prozentpunkte neutralisiert die Telekom bewusst durch sorgfältig ausgewählte CO 2 -Bindungsprojekte.

Bäume und Baustoffe: Wie wir CO2 neutralisieren
Projekt “Planalto Reforesting the Land of the Jaguar” in Mexiko pflanzt einheimische Bäume.  

Die Deutsche Telekom hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Sie ist als erstes multinationales Telekommunikationsunternehmen konzernweit klimaneutral bei den eigenen Emissionen – von den Netzen, Rechenzentren, Fahrzeugflotten bis hin zu allen Gebäuden.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Telekom ihre Energieeffizienz erhöht. Die Netze leisten mehr, verbrauchen aber nicht mehr Energie. Außerdem bezieht das Unternehmen bereits seit 2021 weltweit zu 100 Prozent Ökostrom. Rund sechs Prozent der Emissionen lassen sich aktuell nicht vermeiden. Sie werden durch hochwertige CO 2 -Bindungsprojekte neutralisiert. Dazu zählen unter anderem Aufforstungen sowie innovative technische Verfahren.

Eine vollständige Vermeidung aller Emissionen ist aktuell technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll. So werden beispielsweise Heizungssysteme im Normalbetrieb nicht einfach verschrottet, sondern im Rahmen regulärer Erneuerungen durch klimafreundliche Alternativen ersetzt. Auch bei Kühlsystemen in Rechenzentren arbeitet die Telekom intensiv an umweltschonenden Lösungen.

Reduktion hat Priorität

Die verbleibenden letzten Prozentpunkte zur vollständigen Klimaneutralität neutralisiert die Telekom bewusst durch sorgfältig ausgewählte CO 2 -Bindungsprojekte. Hierfür orientiert sich der Konzern an strengen ökologischen und qualitativen Standards: Wir orientieren uns bei unserer Strategie an den Oxford Offsetting Principles und setzen ausschließlich auf Removals (Oxford Kat. IV und V). Sie stellen sicher, dass das CO 2 mittel- bis langfristig aus der Atmosphäre entfernt wird. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz zeigt die Telekom, wie verantwortliches Wirtschaften und Klimaschutz Hand in Hand gehen können.

CO 2 -Bindung für eine nachhaltige Zukunft

CO 2 -Bindungsprojekte stellen sicher, dass überschüssiges Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt wird. Die Telekom setzt bei der Auswahl auf eine Mischung aus natürlichen und technikbasierten Lösungen, die zugleich in verschiedenen Teilen der Welt zum Einsatz kommen. Das Unternehmen kooperiert mit verschiedenen verlässlichen Partnern wie First Climate oder goodcarbon. Diese Aufteilung minimiert Risiken und kombiniert die positiven Effekte verschiedener Ansätze. 

Projekte zur Aufforstung von Wäldern etwa in Nigeria oder Mexiko, binden nicht nur CO 2 , sondern schützen auch die Biodiversität und tragen zur Sicherung der Lebensmittelgrundlagen der örtlichen Bevölkerung bei. Ein Beispiel ist das Projekt “Planalto Reforesting the Land of the Jaguar” in Mexiko. Hier werden mehr als eine Million einheimische Bäume gepflanzt, die zwei geschützte Naturgebiete miteinander verbinden. Die Bäume binden langfristig CO 2 . Gleichzeitig entsteht ein verbesserter Lebensraum für heimische Wildtiere.

Aber auch technische Verfahren können helfen, CO 2 langfristig zu binden. „Biochar“ – auch bekannt unter dem etwas irreführenden Namen Pflanzenkohle – entsteht durch ein technisches Verfahren. Dabei werden Holzreste oder pflanzliche Abfälle unter Sauerstoffmangel erhitzt und zu einer stabilen Kohle verarbeitet, die das CO 2 langfristig speichert. Diese Bio-Kohle wird in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt, wodurch das CO 2 im Erdreich gebunden wird und gleichzeitig die Bodenqualität verbessert. Hier arbeitet die Telekom unter anderem auch mit deutschen und einem Schweizer Projekt zusammen. 

Dies ist ein eingebettetes Bild Ein anderes Beispiel ist die Bindung von CO 2 in Baustoffen. Hier wird Kohlendioxid, das in anderen Produktionsprozessen anfällt, mithilfe eines speziellen Verfahrens mineralisiert, in feste Baumaterialien gepresst und so langfristig gebunden.

Klimaziele

Die Klimaneutralität im eigenen Betrieb ist ein großer Erfolg, aber gleichzeitig auch nur eine Zwischenstation. Bis 2040 soll die gesamte Wertschöpfungskette netto-null Emissionen erreichen, das heißt mindestens 90 Prozent der Emissionen werden reduziert, und maximal zehn Prozent werden über CO 2 -Bindungsprojekte neutralisiert. Dieses Ziel wurde durch die Science Based Targets Initiative wissenschaftlich bestätigt und trägt zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens bei.