Systeme für das Webtracking und die Webanalyse versuchen möglichst viel über die Nutzer*innen und ihre Systeme herauszufinden. Diese Daten sollen es Werbetreibenden ermöglichen, gezielt Werbebanner und Produktinfos zu platzieren. Mit den Daten lassen sich aber auch Profile über die Nutzungsgewohnheiten anlegen.
Durch Tracking zahlen Sie vielleicht zu viel für Ihren Urlaub
Trackingskripte erkennen beispielsweise die technische Ausstattung der Nutzerinnen und Nutzer oder bemerken, dass sich jemand das gleiche Produkt bereits mehrfach angesehen hat. Alle diese Informationen werden dann in Echtzeit ausgewertet. Aber nicht nur das. Ein im Online-Handel eingesetztes Verfahren ist das „Dynamic Pricing“. Es besagt im Kern nur, dass die Preise in einem Webshop nicht statisch sind, sondern sich im zeitlichen Verlauf verändern.
Das kann aber auch dazu führen, dass Sie zu viel bezahlen. So haben Verbraucherzentralen etwa herausgefunden, dass die gleiche Hotelbuchung zu unterschiedlichen Preisen zu bekommen ist, je nachdem, ob der Nutzer oder die Nutzerin sich mit einem Desktop oder mit dem Smartphone das Angebot ansieht. In anderen Shops kosten technische Geräte mehr, wenn jemand mit einem Gerät von Apple durch den Shop surft. Dahinter steckt offenbar die Idee, dass Menschen, die mehr für die Hardware ausgegeben haben, auch für andere Produkte mehr bezahlen sollen. Maßnahmen gegen das Tracking sorgen also nicht nur für mehr Privatsphäre, sie können auch bares Geld sparen.
So können Sie sich gegen Tracking wehren
- Ändern Sie zunächst die Grundeinstellungen des Browsers. In vielen Programmen können Sie die Funktion „Do Not Track“ aktivieren. In Chrome können Sie beispielsweise unter „Einstellungen“, „Datenschutz und Sicherheit“, „Cookies und andere Websitedaten“ die Option „Bei Browserzugriffen eine ‚Do Not Track‘-Anforderung mitsenden“ aktivieren. In Edge finden Sie dies in den erweiterten Einstellungen unter „Datenschutz, Suche und Dienste“. In Firefox rufen Sie ebenfalls die „Einstellungen“ auf und nutzen dann die Optionen aus dem Bereich „Verbesserter Schutz vor Aktivitätenverfolgung“. Allerdings halten sich bedauerlicherweise nicht alle Anbieter an diese Maßgabe durch den Browser.
- Surfen Sie im „Privat-“ oder „Inkognito-Modus“ des Browsers. Das erschwert Trackern die Arbeit. Denn damit werden zwar Cookies erlaubt, diese aber nach der Sitzung wieder gelöscht. Das ist allerdings auch eine radikale Methode, denn es gibt durchaus praktische Cookies. Diese speichern etwa, wenn Sie sich bei einem Anbieter erfolgreich eingeloggt hatten. Beim nächsten Besuch der Seite signalisiert der Cookie, dass Sie schon dort waren, und Sie ersparen sich die erneute Angabe von Benutzernamen und Passwort.