Digital X 2026 - Newsticker

Hier finden Sie im Ticker-Format aktuelle News und Informationen von der Digital X zu unseren sechs Fokusthemen. Wählen Sie das jeweilige Thema aus, zu dem Sie mehr erfahren wollen.

Digitale Souveränität: Vom Anspruch zum Wettbewerbsvorteil

Wie behält Europa im KI-Zeitalter die Kontrolle über kritische Technologien, Daten und Entscheidungen und bleibt zugleich innovationsfähig? Digitale Souveränität entsteht im Verbund aus Infrastruktur, Technologiepartnern, Datenkontrolle, Security, Anwendungen und echten Wahlmöglichkeiten. Wie funktioniert dieses Zusammenspiel und warum bedeutet souveräne Technologie zunehmend auch wirtschaftliche Stärke?

Ferri Abolhassan
© Deutsche Telekom AG

T-Systems-Chef: Europa muss bei Industrie-KI schneller werden

08.09.2026  14:55

Europa muss beim Ausbau Künstlicher Intelligenz für die Industrie schneller ins Handeln kommen. Ferri Abolhassan, CEO T-Systems, warb auf der Digital X für internationale Partnerschaften. Diese sollten mit eigener leistungsfähiger Infrastruktur verbunden werden. „Wir wissen, dass wir Allianzen brauchen, und wir wissen, dass wir Allianzen suchen, und das tun wir auch.“ Doch ohne eigene Alternativen drohe Abhängigkeit, und das sei „uncool“.  Als Beispiel für ein schnelleres Vorgehen verwies Abolhassan auf die Industrial AI Cloud der Telekom in München. Hier entstehen neben Industrieanwendungen auch Lösungen für die Verwaltung, Sprachmodelle und Verteidigung.

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Unsere KI-Fabrik ist Ausgangspunkt für viele Themen, mit denen wir Deutschland zurück ins Rennen um die Industrie 4.0 bringen wollen.“

Ferri Abolhassan, Vorstandsmitglied für T-Systems und CEO T-System
Service Now Cloud Provider
© Deutsche Telekom AG

ServiceNow zertifiziert T-Systems als Sovereign Partner Cloud Provider in Deutschland

08.09.2026  14:43

T-Systems ist ab sofort von ServiceNow als „Sovereign Partner Cloud Provider“ in Deutschland zertifiziert. Damit wird die langjährige Partnerschaft mit ServiceNow deutlich erweitert. T-Systems stellt die ServiceNow KI-Plattform auf eigener T Cloud-Infrastruktur souverän bereit. Kunden erhalten Beratung, Implementierung, Lizenzierung, Hosting und Betrieb aus einer Hand. Besonders relevant ist das Angebot für regulierte Branchen, die hohe Anforderungen an Datensouveränität, Sicherheit und Compliance haben.

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Verena Pausder
© Deutsche Telekom AG

Europa erfindet, aber Tech-Champions entstehen woanders

08.09.2026  14:25

Deutschland erlebt einen Gründungsboom, doch für die nächste Wachstumsstufe fehlen Kapital und technologische Alternativen. Auf der DIGITAL X diskutieren Verena Pausder, Lars Neumann und Bastian Maiworm, warum digitale Souveränität zur Wettbewerbsfrage wird. So viel Gründungsdynamik wie heute gab es in Deutschland noch nie, sagt Startup-Verbandschefin Verena Pausder. Doch 86 Prozent der großen Start-ups finanzierten sich für weitergehende Finanzrunden über außereuropäische Kapitalgeber. Lars Neumann, verantwortlich für die T Cloud der Deutschen Telekom, warnt zugleich vor der Abhängigkeit von einzelnen Hyperscalern: Lock-in schwäche die Verhandlungsmacht von Unternehmen. Für amber-Gründer Bastian Maiworm gehört Souveränität deshalb in die Einkaufsstrategie. Abschottung sei aber keine Lösung. Europa brauche Alternativen, mehr Wachstumskapital und müsse seine Datenschätze besser nutzen, um Innovationen zu skalieren.

85 % unserer Daten in Deutschland nutzen wir nicht. Das schmerzt mich. Das müssen wir öffnen, damit wir Innovationen möglich machen. Wir dürfen uns nicht hemmen, weil wir Angst haben, auf nicht-europäische Lösungen zu gehen.
Verena Pausder, Unternehmerin
Keynote Tim Höttges
© Deutsche Telekom AG


„Wir demokratisieren die KI“

08.09.2026  12:15

Tim Höttges formuliert auf der DIGITAL X einen weitreichenden Anspruch für die Telekom. Das Unternehmen habe die Telekommunikation demokratisiert, jetzt werde man die KI demokratisieren. „Wir werden jetzt alles dafür tun, dass es KI für alle gibt“. KI solle nicht zum Privileg derjenigen werden, die über das meiste Kapital, die meisten Daten oder den besten Zugang verfügen. Dahinter steckt laut Höttges ein großer Technologieoptimismus: „KI ist für uns ein riesiges Geschenk.“ Gleichzeitig warnte Höttges vor Kontrollverlust, Sicherheitsrisiken und Abhängigkeiten.  Die USA und China würden massiv in KI investieren, gleichzeitig werde die europäische Debatte zu stark von Skepsis, Sicherheitsbedürfnis und Zurückhaltung geprägt.

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Digitale Souveränität heißt nicht Deutschtum, sondern: Kontrolle über Daten, Prozesse und die Nutzung von Technologien. Das müssen wir wieder in die Hand bekommen.
Tim Höttges, CEO Deutsche Telekom AG
Keynote Hendrik Wüst
© Deutsche Telekom AG/Norbert Ittermann

330-Milliarden-Chance braucht digitale Souveränität

08.09.2026  12:09

330 Milliarden Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung: So groß ist laut Institut der deutschen Wirtschaft das Potenzial, wenn generative KI auf Deutschlands Industrie trifft. Auf der DIGITAL X leitet NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst daraus einen klaren Auftrag ab: Europa muss technologische Abhängigkeiten reduzieren und seine digitale Zukunft selbst gestalten. Denn wer bei Daten, Clouds und Schlüsseltechnologien alles auf eine Karte setzt, riskiert Sicherheit und Handlungsfähigkeit. Mit Spitzenforschung, jährlich 40.000 MINT-Absolventen und Europas schnellstem Supercomputer sieht er Nordrhein-Westfalen dafür stark aufgestellt.

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Wir haben alles, um souveräner zu werden in Europa, wir haben alles, um aus den Veränderungen dieser Zeit Chancen zu machen, neuen Wohlstand zu machen. Soziale Sicherheit zu machen, damit auch eine stabile Demokratie erhalten bleibt. […] Aus Angst ist noch nie was geworden. Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, das ist der Pessimist. Deshalb: Kopf hoch, Deutschland, bange machen gilt nicht.
Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
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